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Der Teamleader oder der MG-Schütze geht im Normalfall voran und die Gruppenmitglieder folgen in einer festgelegten und nummerierten Reihenfolge im Zickzack versetzt. Die Breite der Schützenreihe wird durch das Gelände vorgegeben, grundsätzlich wird allerdings die Breite einer Hauptstraße (ca. 4-6 Meter) eingehalten.
 
Der Teamleader oder der MG-Schütze geht im Normalfall voran und die Gruppenmitglieder folgen in einer festgelegten und nummerierten Reihenfolge im Zickzack versetzt. Die Breite der Schützenreihe wird durch das Gelände vorgegeben, grundsätzlich wird allerdings die Breite einer Hauptstraße (ca. 4-6 Meter) eingehalten.

Version vom 30. April 2015, 13:25 Uhr

ArmA III bei ||HEC|| wird als taktische Militärsimulation gespielt. Wir legen großen Wert auf die Stimmung und die Immersion während unserer Spielabende. Da dabei meistens Soldaten dargestellt werden, und wir von unseren Spielern ein gewisses Maß an Rollenspiel erwarten, sind daher Teamplay, Grundkenntnisse über militärisches Vorgehen und Ausrüstung notwendig. Folgend werden die Grundlagen erklärt, welche nötig sind um bei ||HEC|| mitspielen zu können.

Einzelaufgaben eines Schützen

Jeder Soldat ist grundsätzlich Schütze, unabhängig von seiner Spezialisierung. Das bedeutet, dass jeder Soldat ein Sturmgewehr ausgerüstet hat und diverse Aufgaben selbstständig, also ohne Aufforderung des Gruppenführers, zu erfüllen hat. Diese sind:

  • Verhalten im Gelände: Ausnützen von Deckung, nicht aufrecht stehen, nicht salutieren
  • Meldung: Feind, Verdächtige Personen, Fahrzeuge, Ungewöhnliches, alles für den Auftrag Relevantes, weiters Verbindung halten mit anderen Gruppenteilen
  • Sicherung: den ihm zugewiesenen oder zufallenden Bereich überwachen
  • Stellungswahl: im Rahmen seiner Möglichkeiten eine optimale Stellung zu finden/auszubauen

weiters:

  • Verwundetenmeldung/Rettung: verwundete Kameraten sind sofort zu melden und ehestmöglich zu retten
  • Sperrbestand halten: ein Magazin (30 Schuss) ausschließlich zur Selbstverteidigung aufsparen, Meldung an Gruppenführer vor Benutzung

Bewegung in einer Infanterietruppe

In der Infanterie spaziert man nicht einfach durch die Gegend wie beim Wandertag, sondern man bewegt sich in Formationen. Dabei gibt es ein paar Grundformationen, zwischen denen leicht und schnell hin- und hergewechselt werden kann. Weiters sind je nach Lage, Auftrag, Gelände und Wetter Abwandlungen möglich, so werden zum Beispiel die Abstände zwischen den Schützen dem Gelände angepasst.

Reihe

(gleichbedeutend mit Kolonne): Ein Gänsemarsch. Der vorderste Mann führt die Gruppe durchs Gelände, er achtet auf die Bodenbeschaffenheit, etwaige Sprengfallen, etc. Sein Sicherungsbereich liegt nach vorne. Er übernimmt auch meistens nicht die Navigation, und wird nach einer gewissen Zeit abgelöst. Die Sicherungsbereiche der restlichen Schützen liegen seitlich, bzw. hinten für den letzten Mann.

Vorteile:

  • einfach
  • geringe Sichtbarkeit
  • geringe Flurschäden
  • Einsatz: Marsch durch feindfreies Gebiet

Nachteile:

  • wenig Feuerkraft nach vorne
  • wenn eng: hohe Verluste bei Granateinschlägen
  • wenn weit: lange Kommunikationswege
  • schlecht bei Feindkontakt

Schützenreihe

Schützenreihe (Quelle:www.deutschesheer.de)
Schützenreihe

Der Teamleader oder der MG-Schütze geht im Normalfall voran und die Gruppenmitglieder folgen in einer festgelegten und nummerierten Reihenfolge im Zickzack versetzt. Die Breite der Schützenreihe wird durch das Gelände vorgegeben, grundsätzlich wird allerdings die Breite einer Hauptstraße (ca. 4-6 Meter) eingehalten.

Der Bereich innerhalb der Schützenreihe wird "Basis" oder "Rettungsgasse" genannt. Dieser ist stets frei von Feind zu halten und dient beispielsweise dem Gruppenführer zur Koordination mit anderen Verbänden im Zielgebiet oder zur Versorgung Verwundeter etc. Der MG-Schütze und sein Gehilfe (Ass. MG) marschieren beispielsweise hintereinander, eben so der PA-Schütze mit seinem Gehilfen (Ass. PA) usw usf. Jeder Soldat versucht nun in der Bewegung das Gelände für Deckung auszunutzen und den Sichtkontakt zum Vordermann nicht zu verlieren. Der stellvertretende Gruppenführer oder der Gruppenscharfschütze befindet sich zumeist am Ende der Reihe.

Jeweils von der Position des Soldaten abhängig ist sein Beobachtungsbereich. Der erste Soldat beobachtet nach vorn, der letzte Soldat nach hinten und die verbleibenden Gruppenmitglieder jeweils die seitlichen Bereiche. Dabei ist es möglich, die Nummerierung der Soldaten zu nutzen (z. B. gerade Nummern beobachten die rechte, ungerade die linke Seite). Optional kann auch noch ein Beobachter für den Luftraum eingeteilt werden, der selbigen im Auge behält.

Die Position in der Schützenreihe lässt auch eine schnelle Aufteilung der Gruppe zu. So wird durch simples "Links" und "Rechts" die Gruppe in zwei Teilgruppen aufgeteilt.

Vorteile:

  • flexibel, auf auftretenden Feind in allen Richtungen kann reagiert werden.
  • Rettungsgasse
  • Einsatz: Patroullien, Annäherung über längere Distanzen bei wahrscheinlichem Feindkontakt

Nachteile:

  • Einteilung notwendig
  • Übung notwendig
  • kein Einsatz bei bereits geschehenem Feindkontakt

Linie

Bei der Linie (auch Basis oder Kette) schauen alle Schützen in dieselbe Richtung und stehen seitlich nebeneinander. Dadurch erreicht man eine hohe Feuerkraft nach vorne. Der jeweils äußerste Schütze hat die Aufgabe, seine Seite zusätzlich abzusichern. Diese Formation eignet sich gut zur Verteidigung und zum Angriff. Aus der Schützenreihe kann sehr schnell durch "Aufgehen" in die Linie übergegangen werden.

Vorteile:

  • hohe Feuerkraft nach vorne auf breiter Front
  • Einsatz: Angriffe von Stellungen, Verteidigung

Nachteile:

  • kaum Flankenüberwachung

Keil

Der Keil ist die Standardformation für Einheiten in Truppstärke ("Fireteam"), da er Flexibilität, und Sicherungsbereiche und Einfachheit gut kombiniert. Dabei geht der Gruppenführer voran und die restlichen Schützen gliedern sich schräg hinter ihm ein. Die schwere Waffe (MG) ist wie bei der Schützenreihe mittig einzusetzen.

Vorteile:

  • stellt sich bei 4 Mann fast von selbst ein
  • Einsatz: Standardformation

Nachteile:

  • wird bei großen Gruppen sehr weit - bei Reisen deshalb: Übergang Schützenreihe

Kommunikation im Trupp

Funksystem

TFAR AN/PRC - 152 - SR

Teamspeak 3 in Verbindung mit dem TFAR-Addon ermöglicht eine realitätsnahe Umgebung in Bezug auf diverse Kommunikationssysteme.
Vor allem in größeren Verbänden ist eine Funkdisziplin absolut notwendig um Chaos zu vermeiden.

Dafür müssen ein paar Regeln eingehalten werden:

  • Empfänger: Als erstes wird der Empfänger der Nachricht definiert. Somit wissen alle anderen Verbände im Funkkreis sofort, ob sie angesprochen sind oder nicht.
  • Absender: Es muss klar sein wer jetzt spricht.
  • Nachricht: Worum geht es, was ist das Anliegen? Dies muss so kurz, prägnant und aussagekräftig wie möglich sein.
  • Abschluss: Jeder Funkspruch endet mit dem Wort "Kommen" (englisch: "Over"). Damit ist sichergestellt, dass der Funkspruch fertig ist. Der Abschluss des gesamten Dialogs wird mit dem Wort "Ende" (englisch: "Out") signalisiert, somit ist der Funkkanal wieder frei. Beendet wird ein Funk ausschließlich vom Absender!

Beispiel
Funkverkehr zwischen Teamleader (TL) und Vorstoßtrupp (VT)

TL: Vorstoßtrupp, hier Teamleader. Frage Verständigung? Kommen.
VT: Teamleader, hier Vorstoßtrupp. Verständigung ausgezeichnet. Kommen.
TL: Vorstoßtrupp, hier Teamleader. Hier ebenso. Wie ist Ihre aktuelle Position? Kommen.
VT: Teamleader, hier Vorstoßtrupp. Befinden uns derzeit in Gebäude rechts von der Straße am Ortsbeginn. Kommen.
TL: Vorstoßtrupp, hier Teamleader. Verstanden. Wie ist ihr Status? Kommen.
VT: Teamleader, hier Vorstoßtrupp. Alle Mann einsatzbereit. Derzeit kein Feindkontakt. Kommen.
TL: Vorstoßtrupp, hier Teamleader. So verstanden. Halten Sie weiter Stellung und erwarten Sie weitere Instruktionen in 5 Mike. Ende.